Begleitung von Trauernden
Trauer braucht Menschen, die begleiten.
Manche Menschen erleben die gegenseitige Unterstützung in der Familie oder dem Freundeskreis als hilfreich. Andere haben aber keine Familie oder finden dort nicht zum Gespräch.
In unserer Gemeinde gibt es viele Menschen, die andere Menschen in ihrer Trauer begleiten. Gerne nimmt sich auch unser*e Pfarrer*in für Sie Zeit. Viele wichtige Angebote für Trauernde bietet auch die Hospizgruppe Salem e.V. an. Neben der Hospizarbeit für unser gesamtes Gemeindegebiet (und darüber hinaus) finden Sie hier Angebote wie Einzelgespräche, begleitete Trauerspaziergänge und das Trauercafé. Nähere Informationen finden Sie hier: Hospizgruppe Salem e.V., Tel. 07553/6667
Trauer braucht Rituale
Um sich in besonderen Zeiten der Begleitung Gottes gewiss zu werden, gibt es kirchliche Bräuche, die Ihnen helfen können. In unserer Gemeinde gilt: Am Sonntag nach der Beisetzung denken wir an die Verstorbenen der Woche und beten für die Angehörigen. Dazu sind Sie herzlich eingeladen.
Am Ewigkeitssonntag (auch Totensonntag genannt) des Sterbejahres wird aller Verstorbenen des Jahres gedacht und eine Kerze für sie entzündet. Auch hierzu ergeht eine Einladung an Sie.
Wünschen Sie besondere Begleitung, zum Beispiel am Jahrestag des Todes oder beim Gang auf den Friedhof, so können Sie auch hier uns Pfarrer/innen um Beistand bitten.
Trauer braucht einen Ort
Die Grabstelle ist für viele der Ort, an dem Trauer und Erinnerung ihren Platz hat.
Eine ansprechende Gestaltung zeigt hier die Wertschätzung.
Aber nicht immer ist jemand da, der das Grab auch pflegen kann. Dennoch gibt es Möglichkeiten, wie eine würdige Grabstelle ohne große Pflege auskommt, aber dennoch durch eine Namensplakette oder ähnliches angezeigt wird, welcher unverwechselbare Mensch hier begraben liegt. Dies muss nicht einmal viel kosten.
Daneben gibt es auch die Möglichkeit, professionelle Floristen mit der Grabpflege zu beauftragen. Es gibt entsprechende Organisationen, die eine Kontrolle dieser Pflege für die gesamte Liegedauer des Grabes garantieren.
Es muss also nicht unbedingt die anonyme Beisetzung sein, wenn Sie die Befürchtung haben, ein Wahl- oder ein Reihengrab übersteige Ihre Möglichkeiten. Viele Angehörige berichten hier im Nachhinein nämlich, dass ihnen ein Ort der Trauer fehlt. Bedenken Sie auch, dass nicht nur engste Angehörige das Grab besuchen möchten – vielleicht gibt es Freunde, alte Bekannte, denen etwas am Verstorbenen liegt und die auf dem Friedhof nach dem Grab suchen werden.


