In den letzten Stunden da sein

Viele Menschen finden es beruhigend, die letzte Zeit nicht allein verbringen zu müssen. Manchen Menschen fällt der Abschied leicht, sie gehen ruhig und fast fröhlich, wenn ihre Stunde gekommen ist. Andere kämpfen bis zum letzten Atemzug.
Eine Segnung des Sterbenden kann den Abschied erleichtern und Angst vor dem nehmen, was nun kommen mag.
Im entscheidenden Augenblick kann es allerdings vorkommen, dass ein Mensch die Einsamkeit braucht – und genau in dem Moment seinen letzten Atemzug tut, in dem die Angehörigen den Raum verlassen haben. Machen Sie sich deshalb keine Vorwürfe – ein Sterben in Würde bedeutet auch, dass der Sterbende diese Entscheidung so treffen darf. Es kann sogar ein Ausdruck der Liebe sein, um Sie nicht zu belasten.

Auch bei der  „Aussegnung“, d.h. durch die Begleitung beim Abschied des Verstorbenen aus dem Sterbehaus mit Gebet und Segen erfahren viele Menschen Trost. Sie können die Seelsorger und Seelsorgerinnen mit einem Anruf darum bitten.
Wenn Sie keinen Pfarrer oder Pfarrerin rufen möchten, sprechen Sie selbst ein Gebet. Als Hilfe dabei können Ihnen auch Abschnitte in den aktuellen Gesangbüchern dienen, z.B. im Evangelischen Gesangbuch Baden Nr. 871.1 -877.
Unter www.trauernetz.de finden Sie weitere Anregungen.

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